BROCHENZELL (wie) Das Herbstkonzert des Musikvereins Brochenzell am Samstagabend in der Humpishalle ist ein voller Erfolg geworden. Die Jugend hat die Gäste genauso begeistert wie die Kapelle mit ihren klassischen Varianten und ihren Ausflügen in den Wilden Westen . Applaus für sie gab's auch vom Dirigenten.
Wenn Dirigent Heinrich Haas seinen Musikern applaudiert, dann hat sich der Einsatz gelohnt. Und der war groß, glaubt man den launigen Sprüchen von Moderator Josef Locher: "50-mal haben wir das Gleiche geprobt und noch immer nicht alle dasselbe gespielt. Doch Heinrich hat nicht nachgelassen". Und dass diese Hartnäckigkeit nicht umsonst war, stellten die Musiker am Samstag unter Beweis. Gleich zu Beginn spielten sie die Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel, dem Stück das 1749 anlässlich des Aachener Friedens geschrieben wurde und zu dem Otto Gengenbacher zu seinem 95. die Noten spendierte. Mit Macht trieben sie das Feuer der Begeisterung in der "Ouvertüre", im "Frieden" und der "Freude" an. In Windeseile flogen die Finger über die Klarinetten und David Paul trieb die Trompete "zum klaren dreigestrichenen C". Wie im "Himmel vordusse" trieben es die Musikanten, so Locher, in der Peer Gynt Suite von Edward Grieg. In der Morgenstimmung ließen Flöte, Oboe, Klarinette und tiefes Blech den Tag erwachen und wagten sich im zweiten Teil hinab ins Reich der Trolle, mit dunklen Passagen und wildem Tanz. "Anspruchsvoll nicht nur für die Musikanten, auch für Euch Gäste", sagte Locher über das aufwendige Debüt. Mit der "Journey to Riva", bestand Fritz Neuböck schon 1999 vor der internationalen Jury und die Brochenzeller vor ihrem Publikum in der Humpishalle.
Auch die Jugend erntet Applaus
Auch die Jugend des Vereins präsentierte sich. Vorsitzender Franz Reiser lobte den Einsatz der jungen Musikanten und ist froh über den Nachwuchs, der durch die Musikschule, mit Musikschulleiter Jörg Scheide und dem Kollegium, gesichert sei. Die Jugendmusik Brochenzell-Kehlen-Meckenbeuren-Musikschule erntete großen Applaus für "Gonna fly now" aus dem Musical Rocky, "Tribute to George Harrison" und "Brasil Festival".
In die Südstaaten zog es die Musikkapelle gleich nach der Pause. Mit Worten zeichnete Locher das Bild vom Geschehen und die Musikanten brillierten mit ihrer Musik. Dem Italo-Western huldigten sie mit Gesangseinlagen. Zum Schluss gab's Salsarhythmen in "Gloria Estafette" und "Der Erste" von Rupert Hainz und obendrauf einen Marsch.
Damit war das anspruchsvolle Programm brillant gemeistert und die Erleichterung zu spüren. Auch die Gäste klatschten fröhlich im Takt dazu. Reisers Dank galt allen Musikanten, den Helfern und Gästen, die mit Applaus nicht geizten.
Quelle: http://www.szon.de/lokales/tettnang/meckenbeuren/200711270098.html?apage=0
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